Darstellung ausgewählter Pilz-Gattungen

Russula – Täublinge

Russula – Täublinge – Gattung

Man unterteilt die Blätterpilze, also die Pilze mit Lamellen, in Faserblättler und Sprödblättler.
Während die Faserblättler aus länglichen Zellen (Hyphen) aufgebaut sind und faserig brechen, sind die Sprödblättler vorwiegend aus kugeligen Zellen aufgebaut und brechen spröde.
Das Bruchverhalten der Sprödblättler kann man beim Stiel mit einer Karotte und beim Fleisch mit einem Apfel vergleichen. Außerdem splittern dadurch die Lamellen. Bei den Faserblättlern dagegen zerreibt man die Lamellen zu einem Brei.
Die Sprödblättler unterteilt man in in Milchlinge (Lactarius) mit Milchsaft und Täublinge (Russula) ohne Milchsaft. Die Bestimmung der Täublingsarten ist oft schwierig, da es über 200 Arten in Mitteleuropa gibt. Für die Entscheidung, ob ein Täubling essbar ist oder nicht, gibt es zum Glück eine Täublingsregel. Lebenswichtig wichtig ist dabei das Erkennen der Täublinge. Denn die Regel funktioniert bei anderen Lamellenpilzen nicht. Zum Beispiel schmeckt der Grüne Knollenblätterpilz mild und nicht scharf oder bitter, trotzdem ist er tödlich giftig.
Noch ein Wort zur Geschmacksprobe: Bei der Geschmacksprobe wird ein kleines Stück Hutfleisch und/oder Lamelle gekaut und wieder ausgespuckt. Manchmal tritt der scharfe Geschmack bei Täublingen erst nach 1-2 Minuten auf.