News-2026-10

10. Oktober 2026: Amanita phalloides – Grüner Knollenblätterpilz – tödlich giftig

Dieser Pilz ist tödlich giftig und dieser Pilz wächst bei uns sowohl in Gifhorn als auch in Wolfsburg. Er ist nicht mal selten. Der Grüne Knollenblätterpilz wächst keineswegs nur im Wald und er muss auch nicht immer grün sein. Es muss nur irgendwo ein passender Baum in der Nähe sein. Das geht dann auch in Wohngebieten oder auf Weiden, denn Baumwurzeln reichen weit.
Jeder Pilzsammler, der Blätterpilze (Pilze mit Lamellen) sammelt, sollte den Grünen Knollenblätterpilz unbedingt kennen. Es reicht tatsächlich ein Pilz in der Mahlzeit, um eine tödliche Vergiftung hervorzurufen. Die Vergiftung ist umso tückischer, da sie sich erst 8-24 Stunden nach der Mahlzeit mit Erbrechen und Durchfall bemerkbar macht. Ohne Behandlung im Krankenhaus verläuft die Vergiftung tödlich, da Leber und Nieren irreparabel geschädigt werden.

Mit etwas Aufmerksamkeit ist der Grüne Knollenblätterpilz aber von anderen Pilzen zu unterscheiden. Hier eine grobe Beschreibung.
Der Pilz wächst praktisch aus einem Ei und benötigt einen Baum, meist Laubbaum, oft Eiche oder Buche, als Mykorrhizapartner.
Hut: Sein Hut ist normalerweise irgendwie grünlich und mit dunkleren Fasern von der Hutmitte zum Hutrand hin versehen (radialfaserig eingewachsen) . Allerdings gibt es auch weiße und eher braune Exemplare. Oft sind lappige Reste der Gesamthülle auf dem Hut, wenn sie nicht vom Regen abgewaschen oder vom Pilzsammler abgewischt wurden.
Lamellen: Die Lamellen sind weiß und frei, also nicht oder kaum am Stiel angewachsen. Das Sporenpulver ist weiß. Die Sporen sind amyloid.
Fleisch: Das Fleisch ist weiß und unter der Huthaut etwas gelbgrünlich.
Stiel: Der Stiel ist mit einem Ring (Velum partiale) versehen. Allerdings bildet sich der Ring erst im Laufe des Wachstums und ist bei ganz jungen Pilzen nicht zu sehen, weil er noch angewachsen ist und die Lamellen abdeckt. Bei älteren Exemplaren kann der Ring fehlen, auch wenn Pilzsammler den Stiel unvorsichtig angefasst haben. Der Ring ist nicht verschiebbar.
Die Stielbasis ist mit einer Knolle versehen, die in einer lappigen Gesamthülle (Velum universale) steckt. Um das zu sehen muss man den Pilz mit der Stielbasis aus dem Boden holen und nicht abschneiden. (Lamellenpilze immer mit Stielbasis sammeln!)
Geruch: Der Grüne Knollenblätterpilz entwickelt im Verlauf seines Wachstums einen ganz eigenen süßlich unangenehmen Geruch. Er wird beschrieben „wie Kunsthonig“.
Geschmack: Grüne Knollenblätterpilze sollte man niemals probieren, da schon geringe Mengen Leberschädigungen auslösen können. Der Geschmack soll mild sein.

Der Grüne Knollenblätterpilz muss nicht immer grün sein.

In der Galerie sind einige Beispiele zu sehen.

-> Galerie Amanita phalloides – Grüner Knollenblätterpilz


1. Oktober 2026: Pilzführungen

Es gibt an ausreichend feuchten Stellen durchaus Pilze.

Aber für eine Pilzführung wachsen uns bisher zu wenig Pilze .

Daher sind noch keine Pilzführungen geplant.

Nur wenn es noch Regen gibt, könnten kurzfristig Pilzführungen Ende Oktober oder Anfang November stattfinden.


Weitere News


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert